Lagern von Vorräten

Pferdefutter richtig lagern

denn das beste Futter ist nichts wert, wenn es durch die Lagerung Schaden nimmt
Das Grundnahrungsmittel unserer Pferde ist Raufutter und damit gutes Heu, Haylage und Stroh. Ergänzend dazu kommen praktisch in jedem Stall je nach Bedarf Kraftfutter und Futterzusätze.
Mit guten Lagerbedingungen bleibt das Futter lange frisch und verdirbt nicht frühzeitig. Hier ein paar Tipps zu möglichst guter Lagerung.

Lagerbestand / Vorräte
Sie finden auf unseren Produkten immer ein Mindesthaltbarkeitsdatum. In der Regel bleibt das Futter auch nach diesem Datum qualitativ einwandfrei. Voraussetzung dafür sind aber optimale Lagerbedingungen. Diese können saisonal bedingt oder auch von den Räumlichkeiten her nicht ganz erfüllt sein, weshalb wir empfehlen lieber einmal mehr, und eine kleinere Bestellung zu machen. So passiert sicher nichts und Sie haben zudem immer frisch produziertes Futter.

Hamsterkäufe bzw. der Einkauf von grösseren Mengen können auf den ersten Blick wegen der Rabatte und wegfallenden Lieferkosten preislich interessant sein. Wenn das Futter dann aber verdirbt ergibt sich daraus eher ein Verlust, als ein Gewinn.

Richten Sie Ihren Bestellumfang nach dem Bedarf Ihres/Ihrer Pferde. Im Sommer das Bestellintervall vielleicht einmal verkürzen, wenn es im Sommer im Futterlagerraum warm und stickig werden könnte.

Schimmel, Milben etc

Feuchtigkeit ist der grosse Feind des Futters. Manchmal passiert es, dass ein Sack nicht ganz dicht oder beschädigt ist. Habe sich Klumpen gebildet oder sich Pilze sogar sichtbar das Futter unbedingt entsorgen. Zur Sicherheit noch am Futter riechen. Riecht es muffig, ranzig oder säuerlich muss es entsorgt werden. Auch wenn ein Futter stark staubt ist das ein Anzeichen dafür, dass es nicht mehr okay sein könnte.

Nager, Insekten

Eine grosse Anziehung haben Futtermittel für Nager und Insekten. Idealerweise bietet Ihr Futterlager nicht allzu viele Verstecke für Mäuse. Im besten Fall gibt es auch keine Schlupflöcher, sodass die Nager erst gar nicht in den Futterraum gelangen können.
Eine Maus kommt selten allein. Es spricht sich in deren Kreisen rasch herum, dass das Buffet eröffnet ist. Das eignet sich dann auch ideal zum Aufziehen des Naschwuchses. Mäuse fressen nicht nur viel, sondern verunreinigen das Futter mit ihrem Kot und Urin und belasten das Futter mit Bakterien und Krankheitserregern.
Auch Insekten finden im Futter ideale Brutbedingungen. Auch hier sind die Hinterlassenschaften schädlich, weil darauf Pilze wachsen, die bei den Pferden gesundheitliche Probleme verursachen können. Insekten mögen übrigens Mehle und Kleien lieber als Pellets oder ganze Körner.

Fachmännisch lagern

Die korrekte Lagerung ist die Voraussetzung für gutes Futter. Feuchtigkeit ist der grösste Feind. Unsere Futtersäcke enthalten einen sehr dünnen, aufgesprühten Plastikfilm und sind mehrlagig. Das schützt gut gegen Feuchtigkeit und die Futtersäcke können auf einer Palette gelagert werden. Stellen Sie sie nicht direkt auf den Boden. Mit der Luftzirkulation auch unter den Säcken vermeiden Sie Kondensationswasserbildung.

Der Futterraum sollte möglichst trocken, kühl und dunkel sein. Sonneneinstrahlung gilt es zu vermeiden.

Oft werden zum Lagern Plastiktonnen verwendet, die ebenfalls nie direkter Sonneneinstrahlung ausgeliefert sein dürfen, da sich die Hitze dann staut. Wichtig bei der Lagerung in Tonnen ist, das alles ältere Futter zuerst raus muss, bevor neues Futter eingefüllt wird (FIFO-Prinzip). Das gilt natürlich auch bei der Lagerung in Metall- oder Holzkisten. Wir bevorzugen Holzkisten, da das Holz eine gewisse Belüftung des Futters erlaubt.

Egal, ob das Futter im Sack verbleibt oder ausgeschüttet wird – wälzen Sie es immer mal wieder um. Wenn in einer Plastiktonne mit Deckel gelagert erst recht. Je nach Zusammensetzung enthält auch Pferdefutter eine gewisse Restfeuchte.  Durch regelmässiges Öffnen des Deckels und Umwälzen wird es belüftet.

Wie auch die Futterkrippen sollten Behältnisse mit denen Futter in Kontakt kommt regelmässig sauber gereinigt werden.

Probieren geht über studieren

Im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn man sich nicht sicher ist, ob das Futter noch gut ist oder nicht, stellt man sich am besten selbst die Frage, ob man das Futter essen würde. Dabei kann man sich auf seine Augen und die Nase verlassen. Riecht das Futter muffig, ranzig oder gar sauer, sollte es schleunigst entsorgt werden. Das gilt auch dann, wenn das Futter merkwürdig aussieht, z.B. klumpt oder fest staubt. Die meisten Pferde sind nicht sehr wählerisch und fressen auch verdorbenes Futter mit. Das kann ernsthafte gesundheitlichen Folgen hervorrufen.